Laut der höchsten IT-Sicherheitsbehörde BSI ist und bleibt Ransomware die größte Bedrohung für Unternehmen, Verwaltung und kritische Infrastrukturen in Deutschland. Und nicht nur die Großen werden angegriffen, zunehmend trifft es auch kleine und mittlere Unternehmen. Ist die deutsche Wirtschaft noch in der Lage, sich gegen die hochprofessionell agierenden und arbeitsteilig organisierten Verbrecherbanden zu wehren? Und welche sind die Hebel, an denen man ansetzen kann?
Auf dem Podium diskutieren Experten aus den Bereichen Awareness, Prävention, Incident Response und Strafverfolgung über die aktuelle Lage und darüber, was jeder dazu beitragen kann, dem Geschäft mit der Datenerpressung die Grundlage zu entziehen.
- Tobias Glemser, Cybersicherheitsexperte, dessen Mission ist es, den Fokus auf einfache und kosteneffiziente Mittel gegen Ransomware zu legen;
- Martin Dukek vom FZI Forschungszentrum Informatik, der untersucht hat, wie die organisierte Kriminalität durch "Ransomware as a Service" selbst technisch wenig versierte Kriminelle in die Lage versetzt, Schäden in Millionenhöhe zu verursachen;
- Stefan Strobel, IT-Sicherheitsexperte, der die Entwicklung der Ransomware-Gangs von Anfang an verfolgt hat und in Unternehmen gerufen wird, wenn nach einem Ransomware-Angriff nichts mehr geht;
- Yannik Borchers, der als Polizeikommissar der Polizeidirektion Göttingen mit Europol und dem FBI Zugriff Zugriff auf die Serverstruktur der Ransomwarebande Blackcat/ALPHV bekommen hat
- und Daniel Lorch, leitender Cyberermittler beim Polizeipräsidium Reutlingen, das im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit dem FBI unter anderem bei der Zerschlagung der Hive-Gruppe federführend war.
Moderatorin: Christine Kipke, Kommunikations- und Sicherheitsexpertin mit den Schwerpunkten Awareness, Cybersicherheit, Datenschutz, Compliance und Digitalisierung.